Es gibt ja noch OS X! - Acer: “Die gesamte Industrie ist enttäuscht”
June 1st, 2010Du klingst wie dieser Linuxfan um 1998 herum: „Hey, mit Linux kannst Du auch Bilder bearbeiten“ Warum so aufgeregt? Es ging nicht um Bilderbearbeitung sondern um Farbmanagement. Klar ist Photoshop die Nummer 1, wenn es um die Bildbearbeitung geht. Cinepaint ist halt die Nummer 2. Danach kommt lange nichts. Aber darum geht’s doch hier gar nicht, oder? „Und? Gibt es auch Photoshop für Linux?“ „Nöö, Gimp.“ Cinepaint ist nicht Gimp, auch wenn es dem letzten entspringt. „Was soll ich denn damit? Ich brauche PS. Das ist nunmal der Standard.“ Photoshop ist kein Standard. Es ist eine Bildbearbeitungssoftware. Nicht mehr und nicht weniger. Standard in der Branche sind z.B. Icc-Prolife und ISO Normen aber keineswegs Photoshop. Photoshop mag eine Standardanwendung für Graphiker und Designer sein, aber kein Standard per se. Verstehste? Farbmanagement bzw. Bildbearbeitung bitte auf einem Mac, denn die Kalibrierung der meisten Druckhäuser ist auf Apple ausgelegt. Nonsens! Eine Vierfarben-Zerlegung und ein ISO Coated FOGRA27 haben nichts mit Apple zu tun. Klar sind z.B. Wandlungsalgorithmen verdammt wichtig, aber das ist die Domäne von Adobe und nicht von Apple. Das bedeutet natürlich nicht, das Du Unrecht hast, doch ist es vollkommen unnötig, Linux zu erwähnen, wenn es eh niemand nutzt. Ich bin da anderer Meinung. Weil ein technisch versierter professioneller Fotograf seine Bilder für die Druckvorstufe genauso gut mit Linux vorbereiten kann wie mit OSX. Gleichzeitig muss er aber keine 5000€ für die Hard- und Software bezahlen. Es ist z.B. für die nicht zahlungskräftigen Berufsanfänger eine super Geschichte. Daher IMO auch wert einer Erwähnung. Die DTP-Aspekte bleiben hier außenvor. Da solange Adobe seine Produkte nicht auf Linux portiert haben OSX und Windows einen IMO unaufholbaren transformatoren hersteller Vorteil in dieser spezifischen Branche. Dabei ist eine Portierung in absehbarer Zukunft eher zweifelhaft.