Acer auf der Überholspur. Leider auf Kosten der Qualität. - Acer und Fujitsu-Siemens dominieren deut…
Acers Spitzenplatz dürfe nicht zuletzt auf die Centrinomodelle
zurückzuführen sein, also die Serien 660, 800 und 290.
Und darauf, daß sich Notebooks mit was anderem als Pentium M CPU
langsam als unverkäuflich zeigen (zu recht) und daher inzwischen
allerorten zu Witzpreisen rausgeramscht werden, nix wie weg mit dem
Zeug.
Was aber die Baureihen 660 und 800 angeht (weitgehend identisch bis
darauf daß die 800 eine eigene Grafikeinheit haben, bei 660 shared):
auf den ersten Blick tolle Geräte, aber die Verarbeitung ist, trotz
der edlen Komponenten und Gehäusematerialien, WEIT mieser als das,
was man bisher von Acer gewöhnt war. Geräte des Qualitätsstufe “BMW”
(B_ei M_ediamarkt W_eggeworfen), mit knarzenden Gehäusen, Spaltmaßen
wie bei ollen Skodas oder Fiat Panda, Kisten bei denen die linke
Touchpadtaste schon nach drei-, viermal Drücken entweder klemmt oder
deutlich “durchhängt”, also quasi bei Erstgebrauch schon “ausleiert”,
sind inzwischen der Normalfall.
Und das sind keine “kosmetischen” Probleme, sondern hat massive
Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit der Dinger, in den diversen
Userforen häufen sich Berichte über regelrechte “Horrorexemplare” von
Acer 800 und 660. Daß es bei jedem Bootvorgang einen anderen
Bluescreen gibt, nach der Defragmentierung der Inhalt der Festplatte
nur noch aus Zufallsdaten besteht, der Lüfter manchmal beim
Einschalten sofort mit Vollgas und dauerhaft losröhrt, dafür aber ein
andermal selbst bei einem kurz vor dem Hitzetod stehenden Prozessor
mucksmäuschenstill bleibt, usw., das sind noch die harmloseren
Mängelberichte.
Sieht ganz so aus als ob Acer sich alle Mühe gibt, Gericom zu
“überbieten”.
Und was die Nummer zwei angeht, das Furzklitschu Geraffel, das ist eh
unter aller Sau, vor allem diese Amilo Dünnplastikscherzartikel, wo
der erste Totalausfall nicht selten schon eingetreten ist, bevor der
Akku das erstemal leer war (auf sowas hatte auch bisher Gericom das
Monopol).
Mal wieder scheint sich die These zu bewahrheiten, daß sich im
IT-Bereich nur absoluter Müll wirklich gut verkauft.
Schade. Ich war bisher von Acer wirklich gute, grundsolide Geräte zu
zwar nicht knüllermäßigen, aber durchaus fairen Preisen gewohnt. Aber
mit dem Müll, den sie momentan raushauen, disqualifizieren sie sich
gerade für den professionellen Markt, wo Acer bisher eine gute
Alternative war, vollständig und wohl auch recht dauerhaft, denn ein
einmal erworbener Ruf als Müllbude stört zwar einen Geiz- oder
Blödmarkteinkäufer weniger, Entscheider im Profibereich dafür umso
mehr.